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Wissenswertes


Handwerk, das bleibt.
Eine Schraube hält. Eine Verbindung hält länger. Ein Zapfen, der in eine Nut gefügt wurde – von Hand, mit Sorgfalt, mit dem richtigen Holz – hält Jahrhunderte. Das ist kein Zufall. Es ist Absicht. Die Schreiner, die im 18. und 19. Jahrhundert alpine Möbel bauten, hatten keine Maschinen. Sie hatten Zeit, Werkzeug und das Wissen, das von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Sie kannten ihr Holz – wussten, wie es arbeitet, wie es schwindet, wie es auf Feuchtigkeit reagi
1. Aug.


Nadelholz. Das Material der Bauern.
Wer im 18. oder 19. Jahrhundert ein Möbel aus Nussbaum besass, hatte es geschafft. Nussbaum war das Holz der Wohlhabenden – dunkel, dicht, edel in der Maserung. Es liess sich feiner bearbeiten, nahm Politur an, wirkte von vornherein nach Stand und Anspruch. Die Bauern nahmen, was der Wald hergab. Tanne, Fichte, Lärche – Nadelholz. Weich, leicht zu bearbeiten, nicht selten mit Harz im Geruch. Kein Prestigematerial. Ein Gebrauchsmaterial. Schränke, Truhen, Tische, Bänke – alles
1. Juni


Zinn – neu gesehen
Es gibt Materialien, die ein Imageproblem haben. Zinn ist eines davon – zumindest in der Schweiz. Wer an Zinn denkt, denkt an die Walliser Zinnkanne, an den Gravurbecher beim Schützenfest, an staubige Vitrinen und Trödelmärkte. Das ist kein Vorurteil aus der Luft gegriffen. Es ist die ehrliche Geschichte eines Materials, das in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in die falsche Gesellschaft geraten ist: billiges Massenimport, kitschige Dekoration, Souvenirs ohne Seele. Da
1. Apr.
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